Fahrgeschäft im Fokus

Break Dance Klinge im Fokus: Seit 1997 ein Koblenzer Kirmes-Klassiker

6 Min. Lesezeit
Break Dance der Schaustellerfamilie Klinge aus Koblenz mit beleuchteter Fahrplattform
Break Dance der Schaustellerfamilie Klinge aus Koblenz mit beleuchteter Fahrplattform

Seit 1997 reist der Break Dance der Familie Klinge aus Koblenz. FunFair Entertainment blickt auf Technik, Familiengeschichte, Aufbau und fast drei Jahrzehnte Kirmes zurück.

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Der Break Dance der Schaustellerfamilie Klinge gehört seit fast drei Jahrzehnten zum festen Bild zahlreicher Kirmesplätze in Deutschland. Das Geschäft aus Koblenz ist kein weiterverkaufter Klassiker mit wechselnder Betreiberhistorie, sondern befindet sich seit seiner Premiere 1997 bei Jürgen Klinge & Sohn. Heute wird der Betrieb von Mike Klinge geführt.

Damit verbindet der Break Dance zwei Ebenen, die für die deutsche Kirmeskultur typisch sind: ein Fahrgeschäft, das technisch längst zum Klassiker geworden ist, und eine Schaustellerfamilie, deren Arbeit über mehrere Generationen mit Volksfesten und Märkten verbunden ist.

FunFair Entertainment hat für dieses Porträt technische Daten, Betreiberangaben, historische Hinweise und öffentliche Berichte über den Schaustellerbetrieb gegengeprüft. Wo ältere Erinnerungen oder Forenangaben nicht eindeutig belegbar waren, wurden sie nicht als gesicherte Geschichte übernommen.

Schaustellerfamilie Klinge aus Koblenz

Ride-Index führt den Betrieb als Jürgen Klinge & Sohn, Inhaber Mike Klinge, aus Koblenz. Auch aktuelle regionale Medienberichte nennen Mike Klinge als Schausteller und Betreiber.

Dass die Familie nicht erst seit dem Break Dance im Schaustellergewerbe aktiv ist, bestätigt ein Bericht des SWR. Dort wird die Familie Klinge als seit mehreren Generationen in Koblenz tätiger Schaustellerbetrieb beschrieben.

Die Verwurzelung in der Region zeigt sich nicht nur auf klassischen Kirmesplätzen. Mike Klinge ist auch mit gastronomischen Betrieben auf Veranstaltungen in Koblenz vertreten. Beim Koblenzer Weihnachtsmarkt betonte er gegenüber dem SWR seine Verbundenheit zur Stadt und zu regionalen Lieferanten.

Der Break Dance bleibt innerhalb dieses Familienbetriebs jedoch eines der prägendsten Fahrgeschäfte.

Premiere 1997 in Koblenz

Break Dance
Von Jürgen Klinge & Sohn, Inhaber Mike Klinge.

Hersteller des Fahrgeschäfts ist Huss. Ride-Index führt die Anlage als Break Dance 1 und nennt das Baujahr 1997.

Die Premiere fand ebenfalls 1997 auf der Koblenzer Frühjahrsmesse statt. Damit startete das Geschäft direkt in der Heimatstadt der Familie Klinge in seine Reisesaison.

Besonders bemerkenswert ist die Besitzgeschichte: Ride-Index nennt keinen Vorbesitzer und keinen ehemaligen Namen. Der Break Dance gehört damit seit seiner ersten Saison zum Betrieb Klinge.

Historische Fahrgeschäftsdatenbanken führen für die Anlage zusätzlich die Fabriknummer 80 442. Für die redaktionelle Einordnung ist vor allem entscheidend, dass Baujahr, Premierenort und Erstbesitz in mehreren öffentlich nachvollziehbaren Quellen übereinstimmen.

32 Fahrgäste in 16 Gondeln

Die technischen Daten des Klinge-Geschäfts sind bei Ride-Index dokumentiert.

Hersteller
Huss.

Typ
Break Dance 1.

Baujahr
1997.

Kapazität
32 Personen in 16 Gondeln.

Maße
20 Meter Breite, 20,5 Meter Tiefe und 14 Meter Höhe.

Anschlussleistung
120 Kilowatt.

Die 16 Gondeln verteilen sich beim Break Dance 1 auf mehrere Gondelkreuze auf der großen Drehscheibe. Während der Fahrt überlagern sich die Bewegung der Plattform, die Drehung der Gondelkreuze und die freie Bewegung der einzelnen Gondeln.

Genau daraus entsteht das typische Fahrerlebnis des Break Dance: Richtungswechsel, Beschleunigung und wechselnde Drehbewegungen lassen sich nicht für jeden Fahrgast exakt gleich vorhersehen.

Der Aufbau ist echte Schaustellerarbeit

Ein moderner Kirmesbetrieb besteht nicht nur aus der eigentlichen Fahrt. Transport, Aufbau, Technik, Beleuchtung, Dekoration, Kontrolle und täglicher Betrieb gehören ebenso dazu.

Wie arbeitsintensiv ein klassischer Break Dance ist, erklärte Mike Klinge 2019 dem Kölner Stadt-Anzeiger. Damals berichtete er, dass sein Team für den Aufbau des Break Dance fast eineinhalb Tage benötigt.

Der Vergleich entstand, weil Klinge zu diesem Zeitpunkt bereits ein weiteres Fahrgeschäft im Betrieb hatte: X-Force. Dieses deutlich kompaktere Geschäft ließ sich laut Klinge innerhalb von ungefähr einer Stunde aufbauen.

Der Unterschied zeigt, wie stark sich moderne Reisegeschäfte in Transport- und Aufbaukonzepten von großen klassischen Anlagen unterscheiden können. Beim Break Dance gehören die große Plattform, Rückwand, Beleuchtung, Gondeln und zahlreiche weitere Bauteile zu einem wesentlich umfangreicheren Aufbau.

X-Force erweitert den Betrieb

2018 kam mit X-Force ein weiteres auffälliges Fahrgeschäft zum Betrieb Klinge.

Die offizielle X-Force-Seite führt den Betrieb als Freizeit-Technologie Mike Klinge & Sohn aus Koblenz und beschreibt X-Force als KMG-Neuheit beziehungsweise Prototyp. Das Geschäft verfügt über zwei Gondeln, die sich jeweils um die eigene Achse drehen können.

Auch der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete 2019, Mike Klinge habe X-Force im August 2018 als erster Besitzer übernommen.

Für die Geschichte des Schaustellerbetriebs ist dieser Schritt interessant, weil er den Kontrast zwischen zwei Fahrgeschäftsgenerationen zeigt. Auf der einen Seite steht der große Huss Break Dance aus dem Jahr 1997, auf der anderen ein kompakteres modernes Geschäft mit deutlich kürzerer Aufbauzeit.

Der Break Dance blieb trotzdem ein zentraler Bestandteil des Betriebs.

Ein Fahrgeschäft mit eigener Handschrift

Ein Break Dance ist nicht automatisch mit jedem anderen Break Dance identisch. Die Grundtechnik stammt zwar vom gleichen Fahrgeschäftstyp, doch Gestaltung, Beleuchtung, Musik, Fahrweise und Präsentation prägen den individuellen Charakter eines Geschäfts.

Beim Klinge Break Dance fällt vor allem die großflächige Rückwandgestaltung auf. Dazu kommen die klassische runde Fahrplattform, der zentrale Aufbau und die beleuchteten Gondeln.

Bei der Frühjahrskirmes in Wermelskirchen wurde das Geschäft in einem Veranstaltungsbericht als Flaggschiff der Schaustellerfamilie Klinge bezeichnet. Der Bericht hob dabei sowohl die Dimensionen als auch die technische und optische Präsentation hervor.

Solche Unterschiede sind ein wichtiger Teil der deutschen Kirmeskultur. Besucher kennen häufig nicht nur den Fahrgeschäftstyp, sondern unterscheiden gezielt zwischen einzelnen Schaustellerbetrieben und deren Anlagen.

Fast drei Jahrzehnte ohne Betreiberwechsel

Dass ein Reisegeschäft über einen so langen Zeitraum im selben Familienbetrieb bleibt, ist für die Geschichte des Klinge Break Dance besonders prägend.

Von der Premiere 1997 in Koblenz bis heute ist kein Vorbesitzer dokumentiert. Auch ein früherer Name ist bei Ride-Index nicht verzeichnet.

Der Betrieb hat das Geschäft damit über viele Jahre hinweg durch unterschiedliche Kirmesgenerationen geführt: von den späten 1990er Jahren über technische und gestalterische Modernisierungen bis in die heutige Saison.

Gerade bei klassischen Rundfahrgeschäften spielt diese Kontinuität eine große Rolle. Ein Fahrgeschäft wird über Jahrzehnte nicht nur technisch gewartet, sondern auch optisch weiterentwickelt und an neue Anforderungen bei Beleuchtung, Sicherheit und Betrieb angepasst.

Warum der Klinge Break Dance besonders ist

Seine Geschichte lebt nicht von einem einzelnen Rekord oder einer spektakulären Weltneuheit.

Entscheidend ist die Kontinuität.

1997 in Koblenz neu auf die Reise gegangen, seitdem ohne dokumentierten Vorbesitzer im Familienbetrieb geblieben und bis heute aktiv: Der Break Dance Klinge steht für eine Form von Schaustellertradition, bei der ein Fahrgeschäft über Jahrzehnte gepflegt, modern präsentiert und von einer Familie weitergeführt wird.

Gleichzeitig zeigt der Betrieb mit X-Force, dass Tradition und neue Fahrgeschäftskonzepte nebeneinander bestehen können.

Der Break Dance selbst bleibt dabei ein klassischer Vertreter seiner Bauart: 16 Gondeln, 32 Plätze, Huss-Technik und eine große reisende Anlage, deren Auf- und Abbau noch immer einen erheblichen Arbeitsaufwand bedeutet.

FunFair Entertainment ordnet den Klinge Break Dance deshalb nicht nur als einzelnes Fahrgeschäft ein, sondern als Teil einer mehrgenerationigen Schaustellergeschichte aus Koblenz.

Für dieses Porträt wurden keine eigenen Vor-Ort-Beobachtungen von FunFair Entertainment als Fakten verwendet. Technische Angaben stammen aus öffentlich dokumentierten Fahrgeschäftsdaten; die Geschichte des Familienbetriebs wurde mit regionalen Medienberichten und der offiziellen X-Force-Seite abgeglichen.

Häufige Fragen zum Artikel

Seit wann reist der Break Dance von Klinge?

Der Break Dance wurde 1997 gebaut und feierte im selben Jahr auf der Koblenzer Frühjahrsmesse seine Premiere.

Wer betreibt den Break Dance von Klinge?

Ride-Index führt den Betrieb als Jürgen Klinge & Sohn, Inhaber Mike Klinge, aus Koblenz.

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