Hamburg/Bremen – Eine eingelagert geglaubte Geisterbahn bekommt 2027 ein komplett neues Leben: Tom Heine und Janine Burghard übernehmen die frühere „Burg des Grauens“ von Janines Vater Werner Burghard und lassen die Anlage vollständig neu gestalten. Der neue Name steht bereits fest: „Tempel der Schatten“.
Die Premiere der vollständig überarbeiteten Geisterbahn ist nach aktuellem Plan für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Das Projekt wurde in der Fachzeitung DER KOMET, Ausgabe 5901 vom 8. Oktober 2026, ausführlich vorgestellt.
Die alte Anlage war rund zehn Jahre eingelagert. Nun soll sie innen und außen komplett neu aufgebaut und inszeniert werden. Für die gestalterische Umsetzung arbeiten Heine und Burghard mit Art Team Berlin zusammen.
Aus „Burg des Grauens“ wird „Tempel der Schatten“
Die Ausgangsbasis ist keine neue Serienanlage, sondern eine bekannte historische Zwei-Stock-Geisterbahn.
Die Anlage reiste zuletzt unter dem Namen „Burg des Grauens“ unter Werner Burghard. Nach Angaben im aktuellen Komet-Artikel war die Bahn rund zehn Jahre eingelagert, bevor nun der Neustart vorbereitet wird.
Ride-Index dokumentiert die Geschichte zusätzlich: Die Barbisan-Geisterbahn wurde 1996 gebaut, reiste zunächst unter Hingerl und ab 2000 unter Werner Burghard. Nach der Saison 2016 wurde sie eingelagert.
Damit kehrt 2027 eine Anlage zurück, die seit rund einem Jahrzehnt nicht mehr regulär auf deutschen Festplätzen unterwegs war.
Verlassener Tempel mitten im Dschungel
Das neue Konzept entfernt sich bewusst von einer klassischen Aneinanderreihung einzelner Schreckmomente.
Die Besucher sollen in die Welt eines verlassenen Tempels mitten im Dschungel eintauchen. Im Inneren sind düstere Räume, unheimliche Gestalten und verschiedene Überraschungen geplant.
Entscheidend ist der rote Faden: Die einzelnen Szenen sollen miteinander verbunden sein und gemeinsam eine Geschichte erzählen. Kulissen, Licht, Sound und Effekte sollen ineinandergreifen, statt unabhängig voneinander zu funktionieren.
Damit verfolgt das Projekt einen deutlich stärker erzählerischen Ansatz als viele klassische Geisterbahnen.
Art Team Berlin gestaltet die Bahn innen und außen neu
Für die komplette Neugestaltung holen sich Tom Heine und Janine Burghard bewusst einen Partner außerhalb der klassischen Schaustellerwelt ins Projekt.
Art Team Berlin übernimmt die gestalterische Neuausrichtung. Laut Komet bringt das Team Erfahrung aus Filmsets und Escape Rooms mit.
Genau diese Erfahrung soll genutzt werden, um der Geisterbahn eine dichte, filmisch wirkende Atmosphäre zu geben. Nicht nur einzelne Figuren und Effekte, sondern die gesamte Umgebung soll als zusammenhängende Welt funktionieren.
Die Umgestaltung betrifft laut Bericht sowohl das Innenleben als auch die äußere Gestaltung der Anlage.
Zwei Intensitätsstufen für Tag und Abend
Ein besonders interessantes Konzept sind zwei unterschiedliche Intensitätsstufen.
Tagsüber soll eine familienfreundlichere Version angeboten werden. Am Abend wollen Heine und Burghard dagegen ein deutlich intensiveres Thrill-Programm für Horrorfans fahren.
Dabei soll sich nicht nur die Stärke einzelner Effekte ändern. Auch die gesamte Atmosphäre der Fahrt soll sich mit Einbruch der Dunkelheit wandeln.
Damit richtet sich Tempel der Schatten bewusst an unterschiedliche Besuchergruppen.
Janine Burghard bringt die Familiengeschichte mit
Für Janine Burghard ist die Übernahme mehr als ein neues Geschäftsprojekt.
Sie ist nach eigener Aussage mit genau dieser Geisterbahn groß geworden. Der Neustart knüpft damit direkt an die Schaustellertradition ihrer Familie an.
Im gemeinsamen Projekt übernimmt sie vor allem die kreative Seite: Gestaltung, Inszenierung und Atmosphäre gehören zu ihren Schwerpunkten.
Gerade die Verbindung aus familiärer Geschichte und vollständiger Neugestaltung macht das Projekt außergewöhnlich: Die technische Basis bleibt erhalten, während Erscheinungsbild, Erzählung und Inszenierung neu gedacht werden.
Tom Heine übernimmt den technischen Schwerpunkt
Tom Heine bringt vor allem den technischen Teil in das Projekt ein.
Im Komet-Interview erklärt er, dass seine Ausbildung zum Metallbauer im Bereich Fahrzeugbau bei der Umsetzung eine wichtige Rolle spielt. Dazu gehören unter anderem die Berücksichtigung der entsprechenden TÜV-Vorgaben sowie ein möglichst einfacher und effizienter Auf- und Abbau der Geisterbahn.
Er greift dabei auch auf Erfahrungen aus dem Betrieb von Air Power zurück.
So teilen Heine und Burghard die Aufgaben nach ihren jeweiligen Stärken auf: kreative Inszenierung auf der einen, technische Umsetzung auf der anderen Seite.
Klassische Geisterbahn trifft moderne Inszenierung
Das Ziel ist kein vollständiger Bruch mit der klassischen Geisterbahn.
Im Gegenteil: Heine und Burghard wollen die traditionelle Fahrgeschäftsform mit moderner Gestaltung, aufwendigen Kulissen und einer durchgehenden Geschichte verbinden.
Der Anspruch ist, dass Besucher nicht nur während der Fahrt überzeugt werden. Bereits der erste Blick auf die Anlage soll klar vermitteln, dass Tempel der Schatten eine eigene Welt darstellt.
Damit setzt das Projekt auf Thematisierung als Gesamtkonzept – ähnlich wie bereits bei Air Power, allerdings mit einem völlig anderen Thema.
Die Geschichte der alten Bahn
Ride-Index führt die spätere Burg des Grauens als Barbisan Zwei-Stock-Geisterbahn „Creep Show“ aus dem Baujahr 1996.
Die dokumentierte Betreiberhistorie:
- 1996 bis 1999: Hingerl
- ab 2000: Werner Burghard
Frühere Namen waren unter anderem „Tanz in der Hölle“ und später „Tanz der Teufel“. Unter dem Namen „Burg des Grauens“ reiste die Bahn bis 2016.
Nach der Saison 2016 wurde die Anlage eingelagert. Mit dem Projekt Tempel der Schatten beginnt nun die nächste Phase dieser Geschichte.
Premiere im Frühjahr 2027 geplant
Der aktuelle Plan sieht die Premiere für das Frühjahr 2027 vor.
Bis dahin wird die Geisterbahn innen und außen vollständig neu gestaltet. Das bereits veröffentlichte Motiv zu Tempel der Schatten zeigt die gewünschte Dschungel- und Tempelästhetik.
Wichtig: Die auf Social Media veröffentlichten Visualisierungen sind als KI-Inhalte gekennzeichnet. Sie zeigen damit ein Gestaltungskonzept und kein Foto der bereits fertiggestellten Geisterbahn.
Für FunFair Entertainment bleibt entscheidend: Das Projekt selbst ist real und durch den aktuellen Komet-Bericht, die Betreiberangaben und die dokumentierte Geschichte der alten Anlage belegt.
Das Wichtigste zu „Tempel der Schatten“
- Neuer Name: Tempel der Schatten
- Betreiber/Projekt: Tom Heine und Janine Burghard
- Ausgangsanlage: ehemalige Burg des Grauens von Werner Burghard
- Neugestaltung: Art Team Berlin
- Thema: verlassener Tempel als Lost Place im Dschungel
- Konzept: zusammenhängende Geschichte statt isolierter Schreckmomente
- Besonderheit: zwei Intensitätsstufen für Tag und Abend
- Geplante Premiere: Frühjahr 2027
Stand dieser Meldung: 8. Oktober 2026.


