Kirmes News

Bonner Break Dance: Wie No. 1 und No. 2 seit 1985 Kirmesgeschichte schreiben

25 Min. Lesezeit
Break Dance No. 1 von Bonner bei Nacht – Geschichte der Bonner Break Dance No. 1 und No. 2 aus Witten
Break Dance No. 1 von Bonner bei Nacht – Geschichte der Bonner Break Dance No. 1 und No. 2 aus Witten

Die komplette Geschichte der Bonner Break Dance No. 1 und No. 2: Technik, Betreiber, Umbauten, Stammplätze, heutige Reise-Strategie und der Musikvideodreh von Party am Break Dance 2.

Artikel teilen

YouTube-Video zum Artikel

Kaum ein Schaustellername ist in Nordrhein-Westfalen so eng mit dem HUSS Break Dance verbunden wie Bonner aus Witten. Seit 1985 reist die Familie mit einem Break Dance No. 1, 1993 kam der deutlich größere Break Dance No. 2 hinzu. Beide Anlagen sind bis heute erhalten, beide werden weiterhin eingesetzt – aber nicht mehr parallel wie früher.

Hinter den beiden Geschäften steckt inzwischen eine über vier Jahrzehnte lange Familien-, Technik- und Kirmesgeschichte. Sie reicht von Hermann Bonner über Christian Bonner bis zur heutigen Generation um Deborah Bonner-Grass und Thomas Grass. Dazu kommen jahrzehntelange Stammplätze, mehrere große Umbau- und Gestaltungsphasen, eine außergewöhnlich enge Verbindung zur Cranger Kirmes und seit 2026 sogar ein Kapitel in der Musikgeschichte von FunFair Entertainment: Das offizielle Musikvideo zu „Party am Break Dance 2“ wurde am Break Dance No. 1 von Bonner auf der Castroper Herbstkirmes 2026 gedreht.

FunFair Entertainment hat für dieses Porträt historische Fahrgeschäftsdaten, die offizielle Bonner-Webseite, Ride-Index, Kulturgut Volksfest, aktuelle Veranstalterinformationen, regionale Berichte, Kirmesarchive und aktuelle Berichte aus dem Jahr 2026 zusammengeführt. Wo Quellen unterschiedliche juristische und betriebliche Bezeichnungen verwenden, wird das ausdrücklich getrennt.

Die kurze Antwort: Wer betreibt die Bonner Break Dance heute?

Im aktuellen Reisebetrieb treten vor allem Deborah Bonner-Grass und Thomas Grass als die Personen hinter den beiden Break-Dance-Anlagen auf.

Ein Bericht über eine Backstage-Tour bei der Wittener Himmelfahrtskirmes im Mai 2026 nennt Debbie beziehungsweise Deborah Bonner und ihren Partner Thomas Grass ausdrücklich gemeinsam als Betreiber der beiden Break-Dance-Anlagen des Familienunternehmens. Auch aktuelle lokale Berichte zeigen Thomas Grass bei beiden Geschäften als Betreiber vor Ort. Beim Break Dance No. 2 bezeichnete Werne Plus ihn 2025 sogar als Inhaber; in Haan wurden Deborah Bonner-Grass und Thomas Grass gemeinsam als Betreiber des No. 2 vorgestellt.

Gleichzeitig bestehen die traditionellen Unternehmensbezeichnungen fort. Ride-Index führt den Break Dance No. 1 unter „Hermann Bonner Schaustellerunternehmen e.K.“ und den Break Dance No. 2 unter „Bonner Schaustellergeschäfte GmbH“. Die offizielle Bonner-Webseite nennt als Kontakt ebenfalls die Bonner Schaustellergeschäfte GmbH in Witten.

Für eine saubere Einordnung bedeutet das: Im heutigen öffentlichen Reisebetrieb sind Deborah Bonner-Grass und Thomas Grass die prägenden Betreiberpersonen. Die juristischen Unternehmensbezeichnungen und historische Eigentümerketten dürfen davon getrennt betrachtet werden.

Eine Schaustellerfamilie über mehrere Generationen

Die Geschichte der Familie Bonner beginnt nicht erst mit dem Break Dance.

Bereits ein Porträt aus dem Jahr 2017 beschreibt den Wittener Familienbetrieb als Mehrgenerationen-Unternehmen. Toni Bonner berichtete damals, dass sowohl sein Großvater als auch sein Vater als Schausteller durch Deutschland gereist seien. Über die Jahrzehnte gehörten verschiedene Geschäfte zur Familie, darunter mehrere Autoscooter. Genannt wird unter anderem der Starliner, der von 1998 bis 2008 zum Familienbestand gehörte.

Die Break-Dance-Geschichte wurde jedoch zum dauerhaftesten und bis heute sichtbarsten Teil des Unternehmens.

1985: Der Break Dance No. 1 kommt zu Hermann Bonner

1985 begann das Kapitel, das den Namen Bonner bis heute mit dem Fahrgeschäft verbindet.

Ride-Index führt die Anlage als HUSS Break Dance 1, Nummer 3 der Baureihe. Das Baujahr ist 1985, die Premiere fand auf der Pfingstkirmes in Meinerzhagen statt.

Kulturgut Volksfest dokumentiert die Anlage noch genauer: HUSS Projekt 17, Nummer 3, Baunummer 49138, gebaut im Mai 1985. Die Firma Hermann Bonner aus Witten erwarb diese frühe Serienanlage direkt.

Damit gehört Bonners No. 1 zu den ersten überhaupt gebauten Break-Dance-1-Geschäften.

Der Hintergrund dazu ist wichtig: Das erste Exemplar des Break Dance No. 1 startete 1985 unter Dreher-Zarnitz auf der Bremer Osterwiese. Bonner gehörte zur ersten Gruppe von Schaustellern, die unmittelbar in dieser Anfangsphase eine Anlage erhielten.

Technische Daten des Break Dance No. 1

Hersteller: HUSS, Deutschland.
Typ: Break Dance 1.
Baureihe: Projekt 17, Nummer 3.
Baunummer: 49138.
Baujahr: Mai 1985.
Premiere: Pfingstkirmes Meinerzhagen 1985.
Grundfläche laut Ride-Index: rund 20 x 21 Meter.
Anschlusswert laut Ride-Index: 140 kW.
Gondeln: 16.
Kapazität: 32 Personen.

Das Grundprinzip besteht aus einer großen schräg gelagerten Drehscheibe und vier Gondelkreuzen. Auf jedem Gondelkreuz sitzen vier frei drehende Gondeln. Hauptscheibe, Gondelkreuze und die Eigendrehung der Gondeln überlagern sich – genau diese Kombination sorgt für die ständig wechselnden Bewegungen, für die ein Break Dance bekannt ist.

Die ursprüngliche Optik des No. 1

Der Bonner Break Dance No. 1 sah 1985 deutlich anders aus als heute.

Kulturgut Volksfest beschreibt eine vergleichsweise niedrige Rückwand mit zusätzlichen Leuchtelementen wie Köpfen, Musikinstrumenten, Sternen und Blitzen. Die Airbrush-Gestaltung griff die damalige Breakdance- und Streetdance-Kultur auf und kombinierte Tänzer mit amerikanischen Großstadtkulissen wie New York und San Francisco.

Im Zentrum stand ursprünglich eine Break-Dancer-Figur auf einer Kugel. Schon die erste Gestaltung zeigte also, dass die Anlage nicht nur technisch, sondern auch optisch eng an die Pop- und Streetdance-Kultur der 1980er-Jahre angelehnt war.

1987: Erste große optische Weiterentwicklung

Bereits zwei Jahre nach der Premiere wurde der No. 1 überarbeitet.

Kulturgut Volksfest dokumentiert, dass das Artstudio Stritzel 1987 die Rückwand veränderte und die Bildflächen deutlich vergrößerte. Weitere Lichtständer kamen hinzu.

Damit begann eine Entwicklung, die sich bis heute durch die Geschichte beider Bonner-Breaker zieht: Die Geschäfte blieben nie jahrzehntelang unverändert, sondern wurden immer wieder modernisiert.

Winter 1990/91: Flimmerlack für die Gondeln

In der Winterpause 1990/91 erhielten die damaligen Gondeln des No. 1 einen Flimmerlack. Auch dies war typisch für die Epoche: Licht, Reflexionen, Chrom- und Effektlacke spielten bei Rundfahrgeschäften eine immer größere Rolle.

1993: Der große Bruder kommt – Break Dance No. 2

Acht Jahre nach dem No. 1 investierte die Familie erneut in einen Break Dance.

1993 kam der Break Dance No. 2 hinzu.

Der Begriff „No. 2“ ist dabei nicht einfach nur eine laufende Nummer innerhalb der Familie. Es handelt sich tatsächlich um die größere HUSS-Baureihe Break Dance 2.

Kulturgut Volksfest führt die Bonner-Anlage als HUSS Projekt 21, Nummer 4, Baunummer 51953. Ride-Index bestätigt Baujahr 1993, Hersteller HUSS und die Einstufung als Break Dance 2.

Seine Premiere feierte der große Bonner-Breaker 1993 auf der Cranger Kirmes in Herne.

Diese Premiere ist bis heute von Bedeutung, denn Crange blieb über Jahrzehnte einer der wichtigsten Stammplätze des No. 2.

Technische Daten des Break Dance No. 2

Hersteller: HUSS, Deutschland.
Typ: Break Dance 2.
HUSS-Projekt: Projekt 21.
Baunummer: 51953.
Baujahr: 1993.
Premiere: Cranger Kirmes Herne 1993.
Grundfläche laut Ride-Index: etwa 25,5 x 25 Meter.
Anschlusswert laut Ride-Index: 310 kW.
Gondeln: 24.
Kapazität: 48 Personen.

Damit ist der No. 2 deutlich größer als der No. 1.

Während der kleine Break Dance vier Gondelkreuze mit insgesamt 16 Gondeln besitzt, hat der große Break Dance sechs Gondelkreuze mit insgesamt 24 Gondeln. Statt 32 können bis zu 48 Personen gleichzeitig fahren.

Warum wurde der Break Dance 2 überhaupt größer gebaut?

Die Entwicklung des Break Dance 2 begann bereits vor Bonners Anlage.

Kulturgut Volksfest beschreibt, dass der größere Typ als HUSS Projekt 21 aus dem Wunsch nach einer größeren Ausführung des Break Dance entstand. Der Durchmesser wuchs von ungefähr 20 auf 25 Meter und aus vier Gondelkreuzen wurden sechs.

Der erste Break Dance 2 wurde 1987 ausgeliefert. Bonner stieg 1993 mit einer späteren Anlage dieser größeren Baureihe ein.

Damit besaß die Familie fortan zwei technisch verwandte, aber in Größe, Transportaufwand und Kapazität deutlich unterschiedliche Geschäfte.

1993: Die ursprüngliche Gestaltung des No. 2

Auch der No. 2 wurde von Beginn an stark thematisiert.

Kulturgut Volksfest nennt Jacques Courtois als Maler der ursprünglichen Gestaltung. Die hohe Rückwand zeigte Street-Dancer vor New-York-Kulissen und griff damit erneut das Thema auf, das bereits beim ersten Break Dance zur Identität der Familie gehörte.

Über dem Zentrum befand sich der Break-Dancer-Schriftzug mit dem markanten „No. 2“-Stern. Die Mittelbaukonstruktion und zahlreiche Lichtständer machten die größere Anlage auch optisch deutlich monumentaler als den No. 1.

Crange wird zum Schlüsselplatz des No. 2

Dass die Premiere 1993 ausgerechnet auf der Cranger Kirmes stattfand, entwickelte sich langfristig zu einem der wichtigsten Punkte in der Geschichte des Geschäfts.

Historische Beschickungslisten zeigen den Break Dance No. 2 von Bonner über viele Jahre auf Crange. Auch 2013, 2025 und 2026 gehörte er zur Beschickung.

Die offizielle Cranger-Kirmes-Webseite bezeichnet ihn als bewährtes und beliebtes Rundfahrgeschäft. Für Bonner ist Crange damit weit mehr als irgendein Tourplatz: Hier begann 1993 die Geschichte des No. 2, und hier gehört das Geschäft mehr als drei Jahrzehnte später weiterhin zum bekannten Bild.

2004: Neue Gondelgestaltung am No. 2

2004 ließ Bonner die Gondeln des großen Break Dance im Atelier Pryzbyla umgestalten.

Kulturgut Volksfest dokumentiert, dass ein Teil der Gondeln weiterhin näher am ursprünglichen Look blieb, während andere Gondeln Designelemente aus der Autowelt erhielten. Unter anderem wurden BMW- und Mercedes-inspirierte Hauben eingesetzt.

Die Verbindung von Kirmesoptik, Popkultur und Auto-Design wurde damit zu einem weiteren Merkmal der Bonner-Gondeln.

2007: Auto-Designs auch beim No. 1

Auch der kleine Break Dance erhielt eine deutlich sichtbare Modernisierung.

Vor der Saison 2007 wurden laut Kulturgut Volksfest sämtliche Gondeln im Atelier Pryzbyla neu gestaltet. Die vier Gondelgruppen griffen Formen und Hauben unterschiedlicher Sport- und Luxusautos auf, darunter Porsche, BMW Z3 sowie Mercedes SL und SLR.

Die beiden Breaker ähnelten sich damit nicht nur technisch und durch ihre Familienzugehörigkeit, sondern teilten zunehmend auch eine gemeinsame Designphilosophie.

Ab 2010: der No. 1 in modernerer Form

Kulturgut Volksfest beschreibt weitere Ergänzungen ab 2010 und hält fest, dass Christian Bonner den Break Dance No. 1 bereits übernommen hatte.

Die Anlage blieb also innerhalb der Familie und wurde über die Generationen weitergeführt.

2016: Einschnitt nach dem Tod von Christian Bonner

Ein einschneidendes Jahr war 2016.

Kulturgut Volksfest dokumentiert, dass Christian Bonner in diesem Jahr plötzlich verstarb. Der Break Dance No. 1 wurde anschließend von der Familie weiterbetrieben.

Dieser Punkt ist für die heutige Einordnung wichtig: Die Geschichte des Bonner Break Dance ist keine einfache Folge wechselnder Schaustellerbetriebe. Beide Anlagen blieben eng mit derselben Familie verbunden und wurden auch nach einem schweren Einschnitt weitergeführt.

Deborah Bonner-Grass gehört zur nächsten Generation

Heute ist Deborah Bonner-Grass eine der zentralen Personen des Betriebs.

Ein Bericht aus Haan ordnet sie als Enkelin des ersten Break-Dance-Betreibers Hermann Bonner ein. Damit ist die heutige Reise direkt mit der Generation verbunden, die 1985 den No. 1 und 1993 den No. 2 anschaffte.

An ihrer Seite steht Thomas Grass, der in den vergangenen Jahren immer stärker als öffentliches Gesicht des Betriebs auftritt.

Thomas Grass: das heutige Gesicht auf vielen Plätzen

Thomas Grass wird in zahlreichen aktuellen Veranstaltungsberichten als Betreiber des Break Dance bezeichnet.

Bei der Cranger Kirmes 2025 wurde er im Rahmen der Vorstellung der neuen Crange-Gondel ausdrücklich dem Break Dance No. 2 zugeordnet.

Werne Plus bezeichnete ihn im Oktober 2025 beim No. 2 als Inhaber. In Haan wurde er gemeinsam mit Deborah Bonner-Grass als Betreiber präsentiert.

2026 zeigen Berichte ihn auch beim Break Dance No. 1: In Wenden präsentierte er die neue lokale Gondel des No. 1, und bei weiteren Stammplätzen ist er ebenfalls die sichtbare Ansprechperson.

Die sauberste aktuelle Beschreibung lautet daher: Deborah Bonner-Grass und Thomas Grass führen den Reisebetrieb der beiden Break-Dance-Anlagen heute gemeinsam im Familienunternehmen fort.

Warum stehen No. 1 und No. 2 heute nicht mehr gleichzeitig auf zwei Plätzen?

Das ist eine der häufigsten Fragen rund um die beiden Bonner-Geschäfte.

Lange Zeit war es möglich, beide Anlagen parallel auf unterschiedlichen Veranstaltungen einzusetzen. Historische Tourdaten und ältere Berichte zeigen, dass No. 1 und No. 2 gleichzeitig auf Reise waren.

Seit einigen Jahren hat sich dieses Konzept geändert.

Ein ausführlicher Bericht über eine Backstage-Tour bei der Wittener Himmelfahrtskirmes im Mai 2026 hält fest, dass das Unternehmen seit rund drei Jahren nicht mehr parallel mit beiden Break Dancern reist. Demnach ist jeweils nur einer der beiden Breaker gleichzeitig im Einsatz.

Diese Information stammt aus einem Teilnehmerbericht nach einer Fragerunde mit Debbie Bonner und Thomas Grass. Sie ist damit keine formelle Pressemitteilung des Unternehmens, basiert aber auf einer Veranstaltung, bei der beide Betreiber selbst Fragen zur Reise beantworteten.

Was sind die Gründe?

Der gleiche Bericht nennt mehrere entscheidende wirtschaftliche und logistische Faktoren.

Der große Break Dance No. 2 ist deutlich aufwendiger zu transportieren. Besonders der Mittelbauwagen ist wegen seiner Maße und seines Gewichts schwieriger zu bewegen.

Der No. 2 ist außerdem kostenintensiver im Reisebetrieb.

Hinzu kommt, dass für jeden Platz weiterhin Bewerbungen notwendig sind. Ein eigenes Fahrgeschäft zu besitzen bedeutet also nicht automatisch, dass jeder gewünschte Veranstaltungsort angefahren werden kann.

Der Betrieb arbeitete laut dem Bericht 2026 mit insgesamt sieben Mitarbeitern.

Aus diesen Rahmenbedingungen entwickelte sich offenbar die heutige Strategie: nicht zwei komplette Mannschaften dauerhaft parallel auf zwei Anlagen zu verteilen, sondern die vorhandenen Ressourcen gezielter einzusetzen.

Einzelne Plätze des großen No. 2 wurden aufgegeben oder vom kleineren No. 1 übernommen.

Der No. 2 reist nur noch auf ausgewählten großen Stammplätzen

Der Backstage-Bericht aus Witten nennt für den großen Break Dance No. 2 nur noch ungefähr sechs Plätze im Jahr.

Als Beispiele werden Münster, Recklinghausen, Nordhorn und Crange genannt. Aktuelle Tour- und Veranstaltungsdaten bestätigen diese Plätze für 2026. Für Herbsttermine kommen traditionell unter anderem Rheine und Werne hinzu; konkrete Jahreslisten können sich allerdings verändern.

Damit ist der No. 2 heute stärker ein gezielt eingesetztes Großgeschäft für ausgewählte Veranstaltungen.

Der No. 1 übernimmt mehr Reiseplätze

Der kleinere No. 1 ist logistisch flexibler und wird auf deutlich mehr unterschiedlichen Veranstaltungen eingesetzt.

2026 wurde er unter anderem in Witten, Gevelsberg, Duisburg-Beeck, Mülheim an der Ruhr, Letmathe, Wenden, Süderbrarup und auf weiteren Plätzen dokumentiert.

Das bedeutet nicht, dass der No. 2 stillgelegt wäre. Beide Anlagen existieren und werden betrieben – nur eben nicht mehr gleichzeitig auf zwei verschiedenen Kirmessen.

No. 1 gegen No. 2: die Unterschiede auf einen Blick

Break Dance No. 1 Bonner:
Baujahr 1985.
HUSS Break Dance 1, Nummer 3.
16 Gondeln.
32 Fahrgäste.
Vier Gondelkreuze.
Rund 20 x 21 Meter.
140 kW laut Ride-Index.
Premiere in Meinerzhagen.
Heute der flexibler eingesetzte und häufiger reisende Bonner-Breaker.

Break Dance No. 2 Bonner:
Baujahr 1993.
HUSS Break Dance 2.
24 Gondeln.
48 Fahrgäste.
Sechs Gondelkreuze.
Rund 25,5 x 25 Meter.
310 kW laut Ride-Index.
Premiere auf der Cranger Kirmes.
Heute auf ausgewählten großen Stammplätzen unterwegs.

Der No. 2 ist also nicht einfach nur ein zweiter Break Dance derselben Größe. Er ist konstruktiv die größere Baureihe.

Transport, Aufbau und die unsichtbare Arbeit hinter dem Fahrgeschäft

Wie groß der Aufwand hinter einer Kirmesreise ist, zeigen ältere Reportagen über den No. 2.

Bei einer Backstage-Tour in Rheine 2023 erklärte Thomas Grass laut Münsterscher Volkszeitung, dass für den Transport mehrere Fahrzeuge, ein Kran und eine Mannschaft benötigt werden. Der Aufbau dauert nicht nur ein paar Stunden, sondern kann sich über zwei Tage ziehen.

Die damals genannten Kosten für einen Platzwechsel lagen bereits bei mehreren tausend Euro. Dazu kamen Genehmigungen und erhebliche Stromkosten während der Veranstaltung.

Diese Zahlen stammen aus dem Jahr 2023 und dürfen nicht als aktueller 2026-Tarif verstanden werden. Sie zeigen aber, warum die Größe einer Anlage im Reisegeschäft eine enorme Rolle spielt.

Beim No. 1 kann der Aufbau unter guten Bedingungen schneller erfolgen. Ein älterer Bericht aus Wenden beschrieb etwa einen Aufbau mit fünf Personen innerhalb von ungefähr eineinhalb Tagen und einen Abbau von sechs bis sieben Stunden.

Die Bonner-Breaker sind damit nicht nur Fahrgeschäfte, sondern mobile Großanlagen, die Woche für Woche zerlegt, transportiert, aufgebaut, geprüft, betrieben und wieder abgebaut werden müssen.

Stammplätze sind Teil der Identität

Die Geschichte der beiden Geschäfte lässt sich auch über ihre Stammplätze erzählen.

Wenden:
Schon 2017 berichtete die Familie, seit mehr als 30 Jahren auf der Wendener Kirmes vertreten zu sein. 2026 wurde dort eine speziell gestaltete Wenden-Gondel für den No. 1 enthüllt.

Waldbröl:
2026 berichtete die regionale Presse, dass die Familie Bonner dort seit mehr als 40 Jahren vertreten ist. Thomas Grass wurde dabei als langjähriger Stammgast mit dem Break Dance beschrieben.

Süderbrarup:
Aktuelle Dokumentationen verweisen für 2026 auf rund vier Jahrzehnte Bonner-Break-Dance-Geschichte beim Braruper Markt.

Witten:
Die Heimatstadt der Familie ist bis heute ein zentraler Platz. 2026 war der No. 1 sowohl bei der Himmelfahrtskirmes als auch bei der Zwiebelkirmes präsent.

Crange:
Der No. 2 feierte dort 1993 Premiere und gehört bis heute regelmäßig zur Beschickung.

Münster, Recklinghausen, Nordhorn, Rheine, Haan und Werne:
Diese Plätze prägen vor allem die aktuelle Reise des No. 2.

Die neue Idee: Städte reisen auf den Gondeln mit

In den vergangenen Jahren entstand eine neue gestalterische Linie.

Statt nur allgemeiner Airbrush-Motive tragen einzelne Gondeln inzwischen Motive wichtiger Stammplätze.

Beim No. 2 begann diese Idee besonders sichtbar in den Jahren 2025 und 2026.

Werne Plus erklärte 2025, dass jeweils eine Gondel pro Gondelkreuz einer besonders eng verbundenen Stadt gewidmet werden sollte. Genannt wurden Münster, Recklinghausen, Herne, Haan, Rheine und schließlich Werne.

Die Crange-Gondel wurde 2025 sogar im Rahmen einer offiziellen Presseveranstaltung mit Vertretern der Stadt Herne, der Cranger Kirmes und des Deutschen Schaustellerbundes präsentiert.

Damit wird der Break Dance selbst zu einer fahrenden Chronik seiner wichtigsten Plätze.

No. 1 bekommt 2026 ebenfalls neue lokale Gondeln

2026 wurde die Idee beim No. 1 weitergeführt.

Berichte aus Gevelsberg und Wenden dokumentieren neue lokale Gondeln. LokalPlus nennt außerdem Gevelsberg, Witten und Menden als bereits gestaltete Stationen, bevor im August die Wendener Gondel öffentlich präsentiert wurde.

Thomas Grass erklärte in Wenden, dass der No. 1 ohnehin neuen Lack erhalten habe und die Gestaltung langfristig bleiben solle.

So verbinden sich technische Modernisierung und lokale Kirmesgeschichte direkt miteinander.

Umbauten und Modernisierung statt Museumsbetrieb

Dass beide Geschäfte aus den Jahren 1985 und 1993 stammen, bedeutet nicht, dass sie technisch oder optisch auf dem Stand ihres Baujahres eingefroren sind.

Die offizielle Bonner-Webseite betont ausdrücklich, dass beide Break Dance in Komfort, Sicherheit und Optik immer wieder modernisiert werden.

Historisch dokumentiert sind neue Rückwände, neue Lackierungen, neue Gondelgestaltungen und zahlreiche optische Ergänzungen.

Für den No. 1 wurde Anfang 2026 in der Kirmesszene zudem über neue Gondelrahmen und Kopfstützen berichtet; als Quelle wurde die Facebook-Seite der Firma Bonner genannt. Da diese technische Detailangabe nicht über eine separate offizielle Pressemitteilung dokumentiert ist, wird sie hier als Betreiber-/Szenenhinweis und nicht als unabhängige technische Herstellerbestätigung eingeordnet.

Der entscheidende Punkt bleibt: Beide Anlagen werden aktiv gepflegt und weiterentwickelt.

Warum der No. 1 trotz seines Alters weiterhin gefragt ist

1985 gebaut – und 2026 noch immer auf gut besuchten Plätzen.

Das ist für ein reisendes Fahrgeschäft bemerkenswert.

Beim Break Dance kommt allerdings eine Besonderheit hinzu: Das Fahrprinzip hat sich über Jahrzehnte bewährt. Die Fahrt kann durch Geschwindigkeit, Bremsen der Gondeln, Musik, Licht und Rekommandation sehr unterschiedlich inszeniert werden.

Dadurch fühlt sich dieselbe Anlage nicht bei jeder Fahrt identisch an.

Der Bonner No. 1 verbindet diesen Effekt mit seiner Geschichte als eine der frühesten Serienanlagen überhaupt.

2026 war er 41 Jahre alt und weiterhin auf einer umfangreichen Tour.

Warum der No. 2 weiterhin etwas Besonderes ist

Der No. 2 lebt von einer anderen Wirkung.

Sechs Gondelkreuze, 24 Gondeln und die große Plattform geben ihm eine massive Präsenz auf dem Platz. Gleichzeitig besitzt er mit seiner Premiere 1993 auf Crange eine besonders starke historische Verbindung zu einem der größten Volksfeste Deutschlands.

Die moderne Strategie, nur noch ausgewählte Plätze zu fahren, macht Auftritte des No. 2 inzwischen sogar etwas seltener als früher.

Cranger Kirmes 2025: die neue Crange-Gondel

2025 wurde eine eigene Crange-Gondel vorgestellt.

Stadtmarketing Herne dokumentierte die Präsentation im Vorfeld der Cranger Kirmes. Thomas Grass war als Vertreter des Break Dance No. 2 dabei, ebenso Vertreter der Stadt, des Deutschen Schaustellerbundes und der Kirmesorganisation.

Damit wurde aus der langjährigen Verbindung von Bonner und Crange ein sichtbares Gestaltungselement am Geschäft selbst.

Haan und Werne folgen

Im September 2025 wurde in Haan eine weitere städtespezifische Gondel enthüllt.

Lokale Berichte nennen Deborah Bonner-Grass und Thomas Grass als Betreiber des No. 2 und erklären, dass die Haaner Gondel Teil einer Serie für besonders verbundene Städte ist.

Im Oktober folgte Werne. Dort erklärte Thomas Grass, dass die Serie mit einer Werne-Gondel komplettiert werde.

Diese Entwicklung ist für die Geschichte des Geschäfts deshalb interessant, weil sich die moderne Gestaltung nicht mehr nur an Popkultur oder Fahrzeugdesign orientiert, sondern an der eigenen Reisebiografie.

2026: Beide Breaker sind weiterhin aktiv

Stand September 2026 ist klar: Beide Bonner-Break-Dance-Anlagen sind weiterhin im Einsatz.

Der No. 2 war 2026 unter anderem auf dem Frühjahrssend in Münster, der Palmkirmes in Recklinghausen, der Maikirmes in Nordhorn und der Cranger Kirmes vertreten. Für weitere Herbstplätze sind aktuelle Beschickungen maßgeblich.

Der No. 1 reiste 2026 unter anderem über Witten, Gevelsberg, Duisburg-Beeck, Mülheim, Letmathe, Wenden, Süderbrarup und weitere Veranstaltungen.

Die beiden Anlagen wechseln sich im Reisebetrieb ab.

Castrop-Rauxel 2026: ein neues Kapitel für den No. 1

Im September 2026 bekam der No. 1 eine zusätzliche Verbindung zur Medien- und Musikgeschichte von FunFair Entertainment.

Während der Castroper Herbstkirmes wurde das offizielle Musikvideo zu „Party am Break Dance 2“ am Break Dance No. 1 von Bonner produziert.

Der Dreh fand direkt am Fahrgeschäft statt. Das offizielle Video wird bei FunFair Entertainment ausdrücklich als „PARTY AM BREAK DANCE 2 – Offizielles Musikvideo – Break Dance No 1 Bonner“ geführt.

Damit wurde aus einem über 40 Jahre alten Fahrgeschäft gleichzeitig die Kulisse für ein aktuelles Musikprojekt.

Für FunFair Entertainment ist diese Verbindung besonders: Der Song trägt den Break Dance bereits im Titel, und das Video wurde nicht an einer beliebigen Kulisse oder an einem nachgebauten Karussell gedreht, sondern am real reisenden Bonner No. 1.

Warum Castrop-Rauxel zum Drehort passte

Castrop-Rauxel gehört historisch ohnehin zu den Plätzen, auf denen Bonners No. 1 dokumentiert ist.

Onride-Archive führen den Bonner Break Dance bereits 2005 auf der Castroper Frühlingskirmes. Auch in späteren Jahren tauchte das Geschäft in der Stadt auf.

Damit traf beim Videodreh 2026 ein modernes FunFair-Entertainment-Projekt auf einen Platz, mit dem der Break Dance selbst schon lange verbunden ist.

„Party am Break Dance 2“ erweitert die Geschichte um Popkultur

Der No. 1 begann 1985 mit Streetdance-Motiven auf seiner Rückwand.

Mehr als vier Jahrzehnte später wird er selbst zur Bühne eines Musikvideos.

Diese Entwicklung passt erstaunlich gut zur ursprünglichen Idee des Geschäfts: Musik, Tanz, Bewegung, Licht und Jugendkultur gehörten von Anfang an zur Bildsprache des Break Dance.

Das offizielle Musikvideo von FunFair Entertainment überträgt genau diese Elemente in die Gegenwart.

Bonner und die Bedeutung der Rekommandation

Ein Break Dance lebt nicht allein von der Mechanik.

Die Fahrweise, die Musikauswahl, die Lichtsteuerung und die Rekommandation beeinflussen die Atmosphäre erheblich.

Gerade auf Stammplätzen entwickeln sich dadurch über Jahre eigene Erwartungen des Publikums.

Historische Gästebucheinträge auf der offiziellen Bonner-Webseite zeigen, dass Fans schon vor mehr als zehn Jahren sehr konkrete Vorlieben zwischen No. 1 und No. 2 hatten und beide Anlagen bewusst miteinander verglichen.

Das zeigt, wie stark sich die beiden Geschäfte trotz desselben Grundprinzips als eigenständige Kirmesmarken etabliert haben.

Warum besitzt Bonner beide Typen?

Historisch war es für die Familie ein ungewöhnlich starkes Modell.

Mit dem kleineren No. 1 konnte Bonner viele mittelgroße und räumlich engere Plätze bedienen.

Der No. 2 bot dagegen mehr Kapazität, eine größere Plattform und eine stärkere optische Präsenz für große Veranstaltungen.

Kulturgut Volksfest hebt ausdrücklich hervor, dass Bonner nach der Anschaffung des großen Modells den kleinen Break Dance nicht verkaufte.

So entstand über Jahrzehnte eine seltene Konstellation: dieselbe Familie mit zwei verschiedenen HUSS-Break-Dance-Generationen.

Heute wird diese Doppelstrategie anders genutzt als früher. Beide Geschäfte bleiben erhalten, werden aber nacheinander statt parallel eingesetzt.

Ein Stück HUSS-Geschichte auf Reise

Der No. 1 repräsentiert die frühe Break-Dance-Generation von 1985.

Der No. 2 steht für die größere Weiterentwicklung des Konzepts.

Zusammen zeigen die beiden Bonner-Anlagen deshalb auch die technische Entwicklung des HUSS Break Dance innerhalb weniger Jahre.

No. 1:
Vier Gondelkreuze, kompakter, 16 Gondeln.

No. 2:
Sechs Gondelkreuze, größerer Durchmesser, 24 Gondeln.

Dass beide Anlagen unter derselben Familiengeschichte bis heute erhalten sind, macht einen direkten Vergleich besonders interessant.

Die Geschichte der Bemalung ist fast so lang wie die Technikgeschichte

Bei klassischen reisenden Fahrgeschäften verändert sich das Erscheinungsbild häufig stärker als die Grundmechanik.

Bonner ist ein gutes Beispiel dafür.

Der No. 1 begann mit Streetdance-Motiven und amerikanischen Skylines, wurde bereits 1987 umgestaltet, bekam neue Lacke und später Auto-Gondeln.

Der No. 2 startete 1993 ebenfalls mit Streetdance-Thema und einer aufwendigen Courtois-Gestaltung, erhielt 2004 neue Gondeloptiken und trägt heute zusätzlich die Geschichten seiner Stammstädte.

2025 und 2026 wurden diese lokalen Designs zu einem der sichtbarsten neuen Merkmale.

Die Bonner-Webseite: No. 1 als Klassiker, No. 2 als großer Break Dance

Auch die eigene Webseite der Familie beschreibt die Rollenverteilung klar.

Dort wird der No. 2 als der „große Breakdance“ und der No. 1 als „Klassiker“ vorgestellt.

Die Familie bezeichnet beide als langjährige Dauerbrenner und verweist ausdrücklich darauf, sie technisch, sicherheitsbezogen und optisch aktuell zu halten.

Diese Selbstdarstellung deckt sich mit der dokumentierten Entwicklung: Die Substanz der Geschäfte ist historisch, die Präsentation wird laufend angepasst.

Wer war Hermann Bonner?

Hermann Bonner steht am Anfang beider heutigen Anlagen.

1985 erwarb seine Firma den Break Dance No. 1.

1993 folgte der Break Dance No. 2.

Kulturgut Volksfest führt bei beiden Anlagen die Eigentümerfolge von Hermann zu Christian Bonner. Aktuelle Quellen ordnen die Reise heute der nächsten Familiengeneration zu.

Hermann Bonner ist deshalb die zentrale historische Figur, wenn man verstehen will, warum eine Wittener Schaustellerfamilie heute gleich zwei bedeutende HUSS-Breaker besitzt.

Wer war Christian Bonner?

Christian Bonner übernahm später den No. 1 und wird in historischen Dokumentationen auch in der Eigentümergeschichte des No. 2 geführt.

Kulturgut Volksfest nennt ihn ausdrücklich im Zusammenhang mit der Modernisierung und seiner Liebe zum Detail.

Nach seinem plötzlichen Tod 2016 führte die Familie die Geschäfte weiter.

Wer sind Deborah Bonner-Grass und Thomas Grass?

Deborah Bonner-Grass ist die Enkelin von Hermann Bonner und damit Teil der direkten Familienlinie, die bereits 1985 den ersten Break Dance anschaffte.

Thomas Grass ist ihr Ehemann beziehungsweise Partner im Reisebetrieb und tritt heute bei zahlreichen Veranstaltungen als Betreiber und Ansprechpartner auf.

2026 wurden beide gemeinsam als Betreiber der beiden Break-Dance-Anlagen beschrieben.

Damit hat sich die sichtbare Verantwortung innerhalb der Familie weiterentwickelt, ohne dass die Verbindung zum Namen Bonner verloren ging.

Was bedeutet die Firmenbezeichnung heute?

Bei historischen Fahrgeschäften kann die Frage „Wem gehört er?“ komplizierter sein als ein einzelner Name.

Ride-Index führt den No. 1 weiterhin unter Hermann Bonner Schaustellerunternehmen e.K.

Der No. 2 wird als Bonner Schaustellergeschäfte GmbH geführt.

Die offizielle Webseite nutzt ebenfalls Bonner Schaustellergeschäfte GmbH als Kontakt.

Aktuelle Veranstaltungsberichte nennen wiederum Deborah Bonner-Grass und Thomas Grass als Betreiber.

Diese Angaben widersprechen sich nicht zwingend: Unternehmensname, gesellschaftsrechtliche Geschäftsführung, Eigentum an der Anlage und die Person, die den Reisebetrieb praktisch führt, können unterschiedliche Ebenen sein.

Ohne einen aktuellen Handelsregisterauszug sollte deshalb nicht behauptet werden, Thomas Grass sei alleiniger juristischer Eigentümer beider Anlagen. Im operativen Kirmesbetrieb ist er jedoch gemeinsam mit Deborah Bonner-Grass eindeutig eine der maßgeblichen Personen.

No. 1 im Jahr 2026: 41 Jahre und weiter unterwegs

2026 feiert der No. 1 sein 41. Reisejahr.

In diesem Jahr bekam das Geschäft neue lokale Gestaltungselemente und stand weiterhin auf einer breiten Liste von Veranstaltungen.

Aktuelle dokumentierte 2026-Stationen umfassen unter anderem:
Witten – Himmelfahrtskirmes.
Gevelsberg – Sommerkirmes.
Duisburg-Beeck – Beecker Kirmes.
Mülheim an der Ruhr – Mölmsche Kirmes.
Iserlohn-Letmathe – Kiliankirmes.
Süderbrarup – Braruper Markt.
Wenden – Wendsche Kärmetze.
Witten – Zwiebelkirmes.
Castrop-Rauxel – Herbstkirmes, einschließlich Musikvideodreh „Party am Break Dance 2“.

Diese Liste ist keine Garantie für einen vollständigen Jahrestourplan, zeigt aber die weiterhin hohe Reisetätigkeit.

No. 2 im Jahr 2026: selektiver, aber weiterhin präsent

Beim No. 2 ist die Reise deutlich konzentrierter.

Aktuelle Quellen dokumentieren 2026 unter anderem:
Münster – Frühjahrssend.
Recklinghausen – Palmkirmes.
Nordhorn – Maikirmes.
Herne – Cranger Kirmes.

Der Backstage-Bericht nennt insgesamt ungefähr sechs Plätze pro Jahr für die große Anlage.

Der No. 2 ist also nicht verschwunden. Er wird gezielter eingesetzt.

Warum die Geschichte für Kirmesfans so besonders ist

Die beiden Bonner-Breaker verbinden mehrere Ebenen, die selten in dieser Form zusammenkommen.

Sie stammen aus zwei verschiedenen HUSS-Generationen.

Beide wurden neu für dieselbe Schaustellerfamilie angeschafft.

Beide blieben über Jahrzehnte im Familienumfeld.

Beide wurden mehrfach umgestaltet.

Beide besitzen langjährige Stammplätze.

Und beide sind 2026 noch aktiv.

Dazu kommt der Wandel der Betriebsstrategie: von zwei parallel reisenden Anlagen hin zu einem Wechselbetrieb, der sich an Logistik, Kosten und passenden Plätzen orientiert.

Die Geschichte endet deshalb nicht in den 1980er- oder 1990er-Jahren. Sie wird jedes Jahr fortgeschrieben.

Die wichtigsten Jahreszahlen

Vor 1985:
Die Familie Bonner ist bereits seit mehreren Generationen im Schaustellergewerbe aktiv und betreibt im Laufe ihrer Geschichte unterschiedliche Fahrgeschäfte, darunter Autoscooter.

1985:
Hermann Bonner erwirbt den HUSS Break Dance 1, Nummer 3 der Baureihe. Premiere auf der Pfingstkirmes in Meinerzhagen.

1987:
Die Rückwand des No. 1 wird deutlich erweitert und überarbeitet.

1990/91:
Die Gondeln des No. 1 erhalten Effektlack.

1993:
Bonner erweitert den Betrieb um den großen HUSS Break Dance 2. Premiere auf der Cranger Kirmes in Herne.

2004:
Die Gondelgestaltung des No. 2 wird im Atelier Pryzbyla modernisiert.

2007:
Der No. 1 bekommt vollständig neu gestaltete Gondeln mit Auto-Designs.

Ab 2010:
Weitere optische Anpassungen am No. 1; Christian Bonner hat das Geschäft übernommen.

2016:
Christian Bonner verstirbt plötzlich. Die Familie führt den Break Dance weiter.

2017:
Regionale Berichte dokumentieren weiterhin beide Anlagen und die mehrgenerationale Schaustellertradition.

Um 2023:
Nach dem späteren Backstage-Bericht endet ungefähr in diesem Zeitraum der regelmäßige parallele Reisebetrieb beider Anlagen.

2025:
Der No. 2 erhält mehrere städtespezifische Gondeln. Crange, Haan und Werne werden öffentlich präsentiert; weitere Gondeln sind Münster, Recklinghausen und Rheine gewidmet.

2026:
Deborah Bonner-Grass und Thomas Grass werden gemeinsam als heutige Betreiber beider Anlagen beschrieben. Der No. 1 erhält weitere lokale Gondelgestaltungen. Beide Geschäfte sind weiterhin aktiv, reisen jedoch abwechselnd.

September 2026:
Der Break Dance No. 1 von Bonner wird auf der Castroper Herbstkirmes Drehort für das offizielle Musikvideo „Party am Break Dance 2“ von FunFair Entertainment.

Was ist mit einem Verkauf?

Für beide hier beschriebenen Bonner-Break-Dance-Anlagen liegt FunFair Entertainment zum Stand dieser Recherche keine belastbar bestätigte öffentliche Verkaufsmeldung vor.

Beide Geschäfte werden 2026 weiterhin im Reisebetrieb dokumentiert.

Gerüchte aus sozialen Netzwerken oder Foren sollten deshalb nicht mit einer bestätigten Veräußerung verwechselt werden.

Wie geht es weiter?

Die aktuelle Strategie wirkt klar: Der No. 1 übernimmt einen größeren Teil der Reisesaison, während der aufwendigere No. 2 auf ausgewählten Plätzen eingesetzt wird.

Gleichzeitig investieren Bonner-Grass und Grass weiter in Optik und lokale Identität.

Die neuen Stadtgondeln zeigen, dass die Geschichte nicht nur bewahrt, sondern aktiv weitererzählt wird.

Ob sich die Zahl der No.-2-Plätze künftig wieder erhöht, ob der parallele Reisebetrieb irgendwann zurückkehrt oder welche Stammstadt als Nächstes eine eigene Gondel erhält, ist offen.

Fest steht nur: Stand September 2026 gehören beide HUSS-Klassiker weiterhin zum aktiven Bestand des Familienunternehmens.

Bonner Break Dance in einem Satz

Der Break Dance No. 1 von 1985 und der Break Dance No. 2 von 1993 bilden zusammen mehr als vier Jahrzehnte Wittener Schausteller- und deutsche Kirmesgeschichte – von Hermann Bonner über Christian Bonner bis zu Deborah Bonner-Grass und Thomas Grass, von Meinerzhagen und Crange bis zum Musikvideodreh von „Party am Break Dance 2“ in Castrop-Rauxel.

Quellenlage und redaktionelle Einordnung

Für technische Kerndaten wurden vorrangig Ride-Index und das historische Facharchiv Kulturgut Volksfest verwendet.

Für die Selbstdarstellung der Familie wurde die offizielle Webseite breakdance-bonner.de herangezogen.

Für die aktuelle Betreiber- und Reisesituation wurden Veranstalterseiten, lokale Berichte und ein ausführlicher Teilnehmerbericht einer Backstage-Tour 2026 ausgewertet. Der Bericht zur parallelen Reise stammt nicht aus einer formalen Firmen-Pressemitteilung; deshalb wird diese Information ausdrücklich als Bericht aus der Fragerunde mit den Betreibern eingeordnet.

Für die Verbindung zu „Party am Break Dance 2“ wurde die eigene FunFair-Entertainment-Video- und Musikdokumentation verwendet.

Stand der Recherche: 27. September 2026.

Häufige Fragen zum Artikel

Wer betreibt den Bonner Break Dance No. 1 und No. 2 heute?

Im aktuellen öffentlichen Reisebetrieb werden Deborah Bonner-Grass und Thomas Grass gemeinsam als die prägenden Betreiberpersonen genannt. Ride-Index führt beim No. 1 weiterhin Hermann Bonner Schaustellerunternehmen e.K. und beim No. 2 die Bonner Schaustellergeschäfte GmbH. Unternehmensbezeichnung, gesellschaftsrechtliche Funktion und praktische Betriebsführung sollten deshalb getrennt betrachtet werden.

Was ist der Unterschied zwischen Bonners Break Dance No. 1 und No. 2?

Der No. 1 ist ein HUSS Break Dance 1 von 1985 mit vier Gondelkreuzen, 16 Gondeln und 32 Plätzen. Der No. 2 ist die größere HUSS-Baureihe von 1993 mit sechs Gondelkreuzen, 24 Gondeln und 48 Plätzen. Auch Grundfläche, Anschlussleistung und Transportaufwand sind beim No. 2 deutlich größer.

KirmesVolksfestNewsBreak DanceBonner
FUNFAIR NEWSLETTER

Nichts aus der Kirmes-Welt verpassen.

News, Kirmes-Termine, Updates aus deiner Stadt und Umgebung sowie Musik, Videos und Releases direkt per E-Mail.

Alles aktiviert Double-Opt-In Jederzeit abmeldbar

Mit „Kostenlos anmelden“ abonnierst du alle FunFair-Newsletter-Themen. Danach bestätigst du deine E-Mail-Adresse per Double-Opt-In. Datenschutz

JETZT FÜR ANDROID

Die Kirmeswelt von FunFair Entertainment in deiner Tasche.

News, Termine, Videos, Musik, Push-Mitteilungen und dein KirmesCount – direkt in der offiziellen FunFair Entertainment App.

Push-News Kirmes-Termine KirmesCount Videos & Musik
JETZT BEIGoogle Play iPHONE & iPADiOS · Coming Soon
Offizielle App von FunFair Entertainment Mehr zur App